Gesellschaft & Umwelt

Ein Dokument der Unmenschlichkeit - Filmvorführung von "Jud Süß" (1940)


Kursnummer 1900000300
Beginn Mo., 28.01.2019, 10:00 - 13:00 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Andre Schaper
Kursort
"Ein antisemitischer Film, wie wir ihn uns nur wünschen können", so beurteilte Propagandaminister Goebbels im August 1940 einen der erfolgreichsten Filme des "Dritten Reiches": Veit Harlans "Jud Süß". Ein durchaus intelligenter NS-Propaganda-Film mit Starbesetzung (u.a. Heinrich George, Kristina Söderbaum und Werner Krauß). Vor der historischen Kulisse der Geschichte des 1738 in Stuttgart hingerichteten jüdischen Finanzbeamten Joseph Süß Oppenheimer versuchte der Film in perfider Weise, die Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa zu legitimieren. So wurde er wiederholt zur Motivation vor SS-Einsatzgruppen gezeigt, bevor diese Hunderttausende Juden hinter der Front erschossen. Als indizierter Film im Verleih der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung darf er nur mit einer Sondergenehmigung und wissenschaftlichen Einleitung (hier durch den Historiker und Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen Prof. Dr. Markus Köster) aufgeführt werden. Lief er 1940 noch im "Germania"-Kino auf dem Thie, findet 79 Jahre später eine erneute Aufführung in Rheine statt. Dieses Mal als cineastisches Dokument der Unmenschlichkeit, welches mit seiner Hassbotschaft erschreckend aktuell erscheint.
Kooperationsveranstaltung mit Metropoli - Filmhistorie - Rheine.

Eine telefonische Anmeldung zur Veranstaltung unter (05971) 939-124 ist erforderlich.




Datum
28.01.2019
Uhrzeit
10:00 - 13:00 Uhr
Ort
Neuenkirchener Str. 22, Kursraum Ignatz-Bubis-Aula


Volkshochschule und Musikschule der Stadt Rheine

Neuenkirchener Str. 22 | 48431 Rheine
05971/939-124
05971/939-131
info@vhs-rheine.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 08:30 bis 12:00 Uhr
und 14:00 bis 17:00 Uhr

Freitag
08:30 – 12:00 Uhr